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Korb-Weide

(Salix viminalis)

II — IV Home Weichholzauen, Bachufer
2 — 10 m indigen VU
Salix viminalis
Synonyme: Salix linearis, Salix longifolia, IRL: Saileánach. Nanophanerophyt, coll-um. Großer Strauch mit langen, geraden und sehr biegsamen Zweigen. Die Blattoberfläche ist glänzend, Unterseite mit seidigen Haaren und dadurch silberweiß schimmernd. Der Blattrand ist ewas umgerollt und ein wenig wellig. Die Laubblattspreite ist lineal-lanzettlich mit ausgezogener Spitze (Lit). Die Art kommt in Vorarlberg und Tirol nur unbeständig vor, in den restlichen österreichischen Bundesländern ist sie indigen. Im pannonischen Raum ist sie stark gefährdet (Lit). In Irland ist sie ein Neophyt. Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Salix viminalis
 
 
Salix viminalis
Aufnahmen: 16.07.2017 Glebe-Glenoory

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"400 . S. viminalis. L. (Korbweide, Bandweide, Wasserweide.)
Strauch oder baumartig, bis 20' hoch, mit graugrünem Blattwerke. Alte Aeste grau, junge Zweige sehr zähe und biegsam, ruthenförmig, gelb oder braun, kahl oder graufilzig; innere Rinde auch im Sommer grünlich. Blätter verlängertlanzettlich oder lineal-lanzettlich, lang-spitz verschmälert, 3 — 6" lang, 3 — 8''' breit, ganzrandig oder sanft ausgeschweift, oberseits kahl, sattgrün, unterseits seidenhaarig, silberigglänzend, am Rande umgerollt. Nebenblätter lanzettlineal. Kätzchen aufrecht, sitzend, an der Basis mit schuppigen Deckblättern gestützt, vor den Blättern ausbrechend, anfangs in einen weissen Pelz gehüllt. Kätzchenschuppen 2farbig, an der Spitze angebrannt, silberweisszottig. Männliche Kätzchen länglich - walzlich, ziemlich gerade, 8'''—1,5" lang, dick, 4 —6''' breit, gelb. Staubfäden 2, getrennt, Staubkölbchen gelb. Weibliche Kätzchen walzlich, etwas schmäler, die fruchttragenden länger, dicker, grau. Fruchtknoten eikegelförmig, filzig, sitzend. Honigdrüse über den Fruchtknoten hinaufragend; Griffel verlängert; Narben rückgebogen. Durch die schönen, langen, am Rande eingerollten, unterseits wie mit weissem Atlas gefütterten Blätter hinreichend ausgezeichnet.
März — April.


In Auen, an Ufern, auf feuchten, wellsandigen Wiesen im Flachlande zerstreut. Am Donauufer am Wege vom Gries nach der Ueberfuhr zum Bankelmayr und auf Wiesen alldort; in Auen bei Ottensheim, Wörth; längs der Traun bei Kleinmünchen, Simperlböck, Ruetzing, oberhalb Wels; an der Krems bei Kremsmünster, Kirchdorf; am Sulzbach, Sippbach, an der Ens, Steyr. Im Salzkammergute finde ich sie aufgeführt. Im Innkreise z. B. in Ried, nur in weiblichen Exemplaren (Glanz).
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 340), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
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 Letzte Bearbeitung 10.10.2026

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